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Frauen

Frauen

Tja, Thema Frauen, was soll man da sagen? –
Man kann vieles loben, doch auch manches beklagen.
Geändert haben die Frauen sich schon
im Laufe der letzten Generation.
Zwar langsam nur und selten so in der Art,
dass sie kämpfen würden um ihren Part.
Doch immerhin stellen sie manches in Frage,
von dem, was sie bisher ohne Klage
als gegeben hinnahmen, Jahr für Jahr,
einfach nur deshalb, weil es immer so war.

Emanzipation, nicht auf offensive Weise,
mehr im Verborgenen, eher leise,
ist heute kein Fremdwort mehr, ist durchaus bekannt,
hier bei den Frauen auf dem Land.

Nur Kinder, Küche, Kirche – das ist lange schon her,
nach diesem Motto lebt hier fast keiner mehr.
Viele stehen im Beruf und kümmern sich zudem
noch um Kinder und Haushalt und manch and`res Problem.
Sie sind oft gestresst, haben viele Termine,
leben ständig auf der D-Zug-Schiene.

Zahnarzt, Reiten, Babyschwimmen,
dazwischen mit dem Hund zum Trimmen,
Schularbeiten, Fußball, Gitarre und Chor,
neue Farbe besorgen für das Gartentor.
Friseurtermin noch um halb sieben,
schnell Pommes in den Ofen schieben.
Abends in den Schulausschuss
und danach ist immer noch lange nicht Schluss.

Manchmal ist´s wie ein Karussell.
Man weiß lediglich: Es geht viel zu schnell.
Doch man weiß nicht, wie man es anhalten soll,
und im Grunde findet man es auch toll.
Man fühlt sich wichtig, unersetzlich sogar,
und darum beläßt man alles so, wie es war.

Anstatt mal ein bißchen zu delegieren:
Warum sollten die Kinder nicht mal probieren,
wie es ist, mit dem Fegen und dem Putzen,
statt nur gedankenlos das Haus zu verschmutzen?
Und warum wird der Mann nicht mal gebeten,
abends den Pizzateig zu kneten?
Oder zum Elternabend zu gehen,
statt in Ruhe zu Hause fernzusehen.
Warum muß immer die Frau es sein,
die für jeden verfügbar ist, ob groß oder klein?
Ja, das ist wirklich zu beklagen,
dass es Frauen so schwer fällt, „Nein“ zu sagen.

Doch nur bei Kindern und beim männlichen Geschlecht
verhalten Frauen sich so, als hätten sie keinerlei Recht.
Im Umgang mit anderen Frauen hingegen
scheinen sie Vorurteile zu hegen.
Da wird manchmal erbarmungslos kritisiert
und keine Veränderung wird toleriert.
Tanzt eine nicht mit in dem üblichen Reigen,
dann heißt es sofort: Die will sich nur zeigen!
Will wohl etwas Besonderes sein!
Was bildet die sich eigentlich ein?

Anstatt zu unterstützen, wenn sich eine engagiert,
wird Engagement nur selten akzeptiert.
Man wünschte sich manchmal mehr Vertrauen
und Solidarität speziell unter Frauen.

Das gilt auch beim Thema Berufstätigkeit:
Da gibt´s manchmal Missgunst, oder auch Neid.
Denn auf der einen Seite sind die,
die zu Hause bleiben und für die nie
Berufstätigkeit in Frage käme,
weil es ihnen die Zeit für die Kinder nähme.

Aufmerksam und mit sehr kritischem Blick
beobachten sie jeden zeitweiligen Tick
der Kinder berufstätiger Frauen, und dann
fangen sie prompt zu lästern an:
„Wenn man Kinder hat, muss man sich Zeit dafür nehmen,
und ihnen helfen bei ihren Problemen.
Es reicht doch nicht, dauernd was Neues zu schenken
und ansonsten nur an sich selbst zu denken!“

Auf der anderen Seite die berufstätigen Frauen,
auch sie scheinen neidisch auf die anderen zu schauen.
Denken: „Die haben´s gut ! Die haben immer Zeit!
Und zum Helfen sind sie doch nie bereit.
Die sitzen nur stundenlang rum und quatschen.
Möchte nicht wissen, über wen sie jetzt wieder klatschen.
Die Kinder werd´n verwöhnt und der Mann ebenso.
Das läuft bei uns anders. Und da bin ich auch froh!“

So  ist das oftmals unter den Frauen.
Warum und wieso, ist schwer zu durchschauen.
Da gönnt eine der anderen nicht die Butter auf dem Brot,
und dabei täte es einfach nur Not.
sich in den anderen hineinzuversetzen,
anstatt sich dauernd die Zunge zu wetzen.

Es wäre besser, sich gegenseitig zu achten,
als sich dauernd als Konkurrenz zu betrachten.
Denn ist es nicht die Vielfalt uns´rer Träume und Ideen,
die unterschiedlichen Wege, die wir alle geh´n?
Das macht doch das Leben letztendlich so reich!
Denn stellt euch mal vor: Wir wären alle gleich…….

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