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Deutschland durch die Mitte – 62. Tag

Gut, dass ich mich für das Hüttendorf in Brunsbüttel entschieden habe und nicht, wie zuerst geplant, an der Küste zu zelten. Es hat in der Nacht ein wenig geregnet. Das Hüttendorf ist zu empfehlen s. Bett & Bike Angebote. Für das Frühstück musste ich einen Bäcker suchen und habe ihn gefunden. 5,45 € hat es gekostet, ein tolles Frühstück. Die Fähre aufgesucht und was soll ich sagen, in Schleswig-Holstein ein Vormittag ohne Regen, scheint zur Zeit undenkbar zu sein. Bis 12 Uhr ließ die Sonne jedenfalls auf sich warten. Leider musste ich oft anhalten, um meine Brille zu putzen, damit ich besser die schönen Dinge am Wegesrand sehen und wahrnehmen konnte. Das Gefühl, da musst du jetzt durch und lass dich nicht aufhalten, gewinnt immer mehr. Zum Ausgleich hatte ich heute Rückenwind. Die Entgegenkommenden  taten mir leid, denn vor 2 Jahren erging es mir ähnlich, als ich auf dem Weg nach List auf Sylt war. Glückstadt war wieder nett zu besuchen. Anschließend in einem Europaletten Café meine übliche Pause mit Blick auf die Elbe gemacht. Unterwegs bat mich eine Frau, ihr mit Werkzeug zu helfen, das Hinterrad schleift. Gott sei Dank, ich konnte ihr helfen. Es folgte ein sehr interessantes Gespräch über Dinge die unser alltägliches Leben beeinflussen und wie man so manches positiv angehen und verändern sollte. Danke an Frau R. Spiering für dieses nette lange Gespräch. Weiter ging es dann bis Hamburg. Das Panorama mit den großen Frachtern auf der Elbe ist faszinierend. Die Jugendherberge am Stint bietet einen hervorragenden Blick auf den Hafen und ich könnte stundenlang die ein- und auslaufenden Schiffe beobachten. Nun, was ich morgen als nächstes Ziel ansteuere, steht noch in den Sternen.

Heute waren es 86,7 km – 4370,1 km

Kommentar ( 1)

  1. Reply
    Renate Spieringsagt

    Ja, das war ein wirklich außergewöhnlich energiespendender Gedankenaustausch in der Stille am Deich. Lieben Dank dafür! Mein Rad sagte mir, dass ich mich selber bremse. Es sprach zu mir, wie dumm es ist nicht auch mit Werkzeug für mein Rad für mich zu sorgen. In dem Augenblick kam mir das Geschenk „Jung“ entgegen: auf meine Frage: „Haben Sie Werkzeug?“ „Ja.“ So bekam ich genau die Unterstützung, die mein Fahrrad und ich brauchten. Und es entstand nachhaltige „Seelennahrung“. Ein guter Dialog, in dem zwei Menschen Empfindungen zum Ausdruck bringen hat Folgen: Ideen sprudeln, Emotionen werden vitalisiert, es entsteht eine Vorstellung von einer Richtung, die allen helfen könnte: kleine Schritte realisieren, statt große Sprechblasen zu produzieren. Nachhaltige Fröhlichkeit ist die Folge dieser schönen Begegnung.

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